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1. Preis

Kategorie: Öffentliche Gebäude

Ausführung
Axel Stiboy GmbH, 22523 Hamburg,

Planung
kersten + kopp Freie Architekten, 10997 Berlin

Hausbesitzer
Bezirksamt Hamburg-Mitte

Bildergalerie zu diesem Objekt

Haus der Jugend
Krieterstraße 11,
21109 Hamburg-Wilhelmsburg

Jurybegründung:
Großvolumiges „Sportgerät“

Das Haus der Jugend in Hamburg-Kirchdorf ist ein Pilotprojekt der IBA 2013 in Hamburg-Wilhelmsburg. Es beherbergt Räume für Freizeit, Sport, Weiterbildung und Jugendarbeit. Das 3-geschossige Gebäude bildet zusammen mit der benachbarten Maximilian-Kolbe-Kirche und dem neuen gemeinsamen Stadtplatz einen einprägsamen Ort in dem heterogenen Stadtegefüge von Hamburg-Kirchdorf. Das skulpturale Gebäude, das in seinem Inneren im Wesentlichen aus einer Addition von sportlich genutzten Räumen besteht, definiert sich auch im Äußeren als großvolumiges Sportgerät. Es öffnet sich zu den verschiedenen Fronten hin über eine Skaterbahn mit eingehängter Minipipe sowie einem Kletterturm mit facettierter Spritzbetonfassade. Des Weiteren wurde ein 6 Meter hoher Raum für das Außensportfeld aus dem Volumen ausgeschnitten. Die gesamten Sportbereiche bzw. Sporträume werden durch kräftige Farbgebungen hervorgehoben und weithin sichtbar gemacht. Das Gebäude schafft eine Vielzahl hochkomplexer räumlicher Ausdifferenzierungen, die sich wechselseitig durchdringen und von einer eindrucksvollen „promenade architecturale“ erschlossen werden.

Wie eine Karosserie wird das skulpturale Äußere von einer Bekleidung aus silbergrauen Aluminiumplatten homogen umhüllt. Einschnitte, welche Außenräume aus dem Baukörper ausschneiden, entblößen die freigelegte Masse über sorgfältig gestaltete Betonoberflächen. Diese bestehen aus Spritzbeton, sind besonders rau strukturiert und durch den 4-lagigen Auftrag einer roten Lasur partiell akzentuiert. Die eingeschnittenen Lichthöfe im Inneren werden hingegen als grün lackierte metallene „Futterale“ ausgebildet. So erscheint der gesamte Gebäudekomplex wie eine Drüse mit geheimnisvollen, stark farbigen Einschlüssen. Man wird regelrecht zum Bespielen bzw. Benutzen der unkonventionellen Raumkonfigurationen eingeladen.

Der hohe Aufforderungscharakter, verbunden mit einer magisch-suggestiven Farbgestaltung, hat die Jury bewogen, diesem überzeugenden Haus der Jugend, das als IBA-Projekt geradezu schulbildend wirkt, einen 1. Preis in der Kategorie „Öffentliche Gebäude“ zuzusprechen.

 
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